Samstag, 23. August 2008

Der Einfluss von Schriften und Schriftgrößen auf Lesbarkeit, Lesegeschwindigkeit und Präferenzen von Onlinetexten bei Senioren

Oliver Laudenbach berichtet auf dem Seibert / Media Weblog über eine Studie der Wichita State University, Kansas, USA

Die 27 Testteilnehmer im Alter zwischen 62 und 83 Jahren (Durchschnitt 70) wurden beim Lesen eines Textes von durchschnittlich 683 Wörtern am PC beobachtet - es standen jeweils zwei serifen- und zwei serifenlose Schriften zur Auswahl in den Größe 12 und 14 Punkt. Ob eine Schrift größer 14 Punkt das Ergebnis weiter verbessert hätte, wissen wir nicht

Oliver Laudenbach nennt als wichtigste Erkenntnisse:

- die Schriftgröße 14 ist effizienter – die Testteilnehmer fanden mehr Fehler.
- die Schriftgröße 14 ist schneller – die Lesegeschwindigkeit war deutlich höher
- die Schriftgröße 14 ist beliebter – sie wurde von den Probanden bevorzugt
- serifenlose Schrift ist beliebter als Serifenschrift

mehr auf Seibert / Media Weblog

Aus dem Untersuchungspaper:



Nachtrag:
Der korrekte Link zum Paper (PDF, 2 Seiten, Englisch)

Mittwoch, 20. August 2008

Homo Ludens -auch ab 50 Jahre

Heute beginnt die Games Convention, Leipzig und dort gibt es digitale Spiele bis zum Abwinken. Und so legten der Branchenverband Bitkom und Ipsos gestern, kurz vor der (wohl letzten) Games Convention in Leipzig (ab 20. August), aktuelle Zahlen zum digitalen Spielemarkt in Deutschland vor. Diese sollen belegen, dass Gaming 'in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist'. Nun, vielleicht noch nicht ganz, aber da können die Spieleentwickler, Spieleanbieter und die Community-Plattform Betreiber auch noch etwas nachlegen. Ein paar Zahlen für Deutschland.

Es spielen digitale Spiele

- 28 % der Bevölkerung (ab 14 Jahren)
- 57 % der 14 bis 29-jährigen
- 11 % der über 50-jährigen
- 58,1 % der über 50-jährigen bevorzugen Denk- und Rätselspiele

Digitale Spiele-Gerätschaften in Haushalten


Quelle: Bitkom/Ipos

Wie wir aus der EIAA Studie (mediascope Europe) wissen, ist die Ausstattung in Familien die mit Kindern im Haushalt zusammenleben, deutlich höher ...



(Warung: Das sollte aber niemand, der/die eine Reputation zu verlieren hat, dazu veranlassen mit den Kindern bei Aktionsspielen in Konkurrenz zu treten, das wird meist böse enden ;-) und man steht dann schnell als hoffnungsloser Versager da.)

Von denen, die die technischen Voraussetzungen haben spielen laut Ipos knapp 37 % im Internet.

Internet-SpielerInnen nach Altersgruppen


Quelle: Bitkom/Ipos

Was wird im Internet gespielt


Quelle: Bitkom/Ipos (Online-PC-Spieler)

Die bevorzugten Spielgenres nach Altersgruppen



Quelle: Bitkom/Ipos (Online-PC-Spieler)


via BITKOM

Wenn man sich die Portale und Communities für die 'Best-Ager' anschaut (eine Liste der Angebote gibt es in der linken Spalte auf diesem Blog), dann könnte man sich gut vorstellen, dass sich Homo Ludens noch lieber und noch häufiger auf solchen Plattformen vergnügen würde, wenn ...


Früherer Eintrag
GC Die Games Convention Leipzig

Mittwoch, 13. August 2008

Horizont: Mit einem aktualisiertem Best Ager Report

in der Printausgabe von Horizont 33/2008 Online-Beitrag

Unter anderem mit Ergebnissen einer Studie vom Link Institut im Juli '08 für Horizont / dfv durchgeführt hat.

Soweit die Aussagen (schon) Online sind, bestätigt die Telefonumfrage bei 1000 Personen ab 14 Jahren (?), dass die 50plus die Werbung als "nicht für sich gemacht" ansieht, dass die Werbung nicht so recht ankommt und auch nicht fürchterlich zum haben wollen, haben müssen reizt. Hier, hier.

Für alle die ihre Fachinformationen vorwiegend oder ausschließlich Online 'konsumieren' noch der Hinweis, dass Nicole Pakalski / Jochen Zimmer ankündigt, dass die 'Print-First-Inhalte', 'Online-Later' auch Online gehen (im Print-Archiv).

Und das steht schon Online:

Wie die Werbung die Zielgruppe 50plus wahrnimmt bzw. bedient
Wie Best Ager die Werbung wahrnehmen
Top 5 Radioprogramme mit dem höchsten 50plus-Anteil

Und falls Sie die Frage interessiert, auf welchem AGOF Angebot proportional die meisten 'Alten' zu finden sind, diese Tabelle (aus Horizont) sagt es ihnen.

Wo ab 50-Jährige im Internet proportional am stärksten vertreten sind



Das Problem dabei, es sind in der AGOF nicht besonders viele Spezialangebote für 50plus / oder 50plus Communities vertreten, sodass die Aussage für Werbe- und Marketing eher einen geringen hat (und andere AGOF-Angebote bieten in absoluten Zahlen auch deutlich höhere Reichweiten in der 50plus Zielgruppe).

P.S.
Und wer da meint Leute ab 50plus definieren sich wesentlich durch ihr Alter, der liegt eh schon daneben. Als Verlag und als Werbetreibender

Montag, 11. August 2008

Beschäftigungsquote der 55 - 64-jährigen im Europa-Vergleich

Wie hat sich die Beschäftigung älterer Arbeitsnehmer in Deutschland über die letzten 10 Jahre entwickelt? Insgesamt stieg die Quote in Deutschland von 38,1 auf 51,5 %, also um rd. 35 % und damit deutlich stärker als bei den Spitzenreiter wie der Schweiz, Schweden, Estland, Dänemark, Lettland und Großbritannien

Die Länderergebnisse im Vergleich zeigen aber auch auf, dass es noch schlummernden Potential gibt, die noch besser genutzt werden können:

Quoten in % 2007 und 1997 (soweit Daten vorliegen)
(Source: Eurostat)




Quoten als Tabelle mit Einzelwerten

angeregt durch Spiegel Online / Neue OZ: Von der Leyen wirft Unternehmen Scheuklappen-Politik vor

Sonntag, 3. August 2008

Die ARD/ZDF Onlinestudie 2008 und die Silver-Surfer

Das Internet überhaupt nutzen nach der ARD/ZDF Online Studie 2008

Altersgruppe 50 - 59 jährigen: 6,2 Mio. oder 65, 7 % dieser Altersgruppe
Altersgruppe 60-plus jährigen: 5,1 Mio. oder 26, 4 % dieser Altersgruppe

Im einem Artikel zu Studie (siehe unten) wird dann auf Seite 332 ein zusätzliches Datum genannt

In der Altergruppe der 60 - 79 jährigen würden jetzt 29,2 % dieser Altersgruppe das Internet gelegentlich nutzen (ich habe 'versucht' das irgendwie umzurechnen)

Altersgruppe 60 - 79 jährigen: 4,5 Mio. oder 29, 2 % dieser Altersgruppe
Altersgruppe 80-plus jährigen: 0,6 Mio. oder 15, 4 % dieser Altersgruppe

(Korrektur willkommen!)

Im Artikel auf Seite 334 werden dann die 60 plus jährigen (ca. 40 Jahrgänge, ca. 20,9 Mio. Menschen in Deutschland) den 14 - 19 jährigen (6 Jahrgänge, ca. 5,3 Mio. Menschen in D.) im Bezug auf die Nutzung von Onlineanwendungen (zuhause ... ???) verglichen, basierend für 60+ auf 143 und für 14 - 19 jährige auf 141 auswertbare Antworten.

Insofern denke ich, dass man aus dem Mittelwert für die 60 - 100 jährigen - zwischen aktiver Berufstätigkeit und Hospiz nicht allzu viel herauslesen sollte und der Vergleich mit 14 - 19-jährigen, wohl hauptsächlich in Schule und Ausbildung, nicht wirklich einen Erkenntnisgewinn bringt.

In diesem Beitrag gibt es dann noch eine Tabelle genutzter Onlineanwendungen nach Altersgruppen, Verweildauer, etc. aber ein Wert für ab 50 (oder 50 - 100 Jahren, gut durchmischt) hilft da nicht weiter (aber bei der geringen Fallzahl wäre allerdings eine weitere Unterteilung auch nicht sehr sinnvoll) ...



Den Beitrag von Birgit van Eimeren und Beate Frees aus Media Perspektiven 7/2008
Internetverbreitung: Größter Zuwachs bei Silver-Surfern gibt es hier

Mehr zur Studie auch auf dem Blog Media, Marketing & Internet

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