Mittwoch, 31. August 2011

6. Demographie Kongress: Ressource Mensch (Tag 2)


Auch heute ging es auf dem Kongress wieder (und geht es noch) um Demographie-Politik, Strategien und Umsetzungskompetenz, mit einem besonderem Focus auf die Regionen und die Kommunen.

Gelernt haben wir vom ersten Referenten Jörg Bentmann, Abteilungsleiter BMI, dass der Demographiebericht der Bundesregierung am 26. Oktober im Kabinett - und in der Folge - dann auch öffentlich vorgestellt werden soll. Dass das Demographie Strategiepapier der Bundesregierung vorgezogen wird und bereits im Frühjahr 2012 stehen soll.

Da der Demographiebericht gerade in der interministeriellen Abstimmungsphase stehe, konnte oder wollte Jörg Bentmann noch nichts verraten ;)

Dann erläutert Karl Willi Beck, der 1. Bürgermeister Wunsiedel den Wunsiedler Weg - wider die demographische Apokalypse (mehr) . Er bekam für seinen engagierten Vortrag, seine unkonventionellen Vorschläge und Maßnahmen einen Extraapplaus. Aber, einigen Teilnehmern war die Befürchtung anzusehen, dass es bei einer Umsetzung einiger Vorschläge in benachbarten Städten und Gemeinden, wohl bald zu (bayrischen) Händeln und Kräftemessen kommen würde ... (übrigens, die Folien zu diesem Vortrag, gibt es auch auf der Veranstaltungs-CD des Behörden Spiegels.

Andreas Tautz (CMO, Deutsche Post DHL)  präsentierte dann den Wettbewerb ViD - Vital in Deutschland, ein Förderprogramm für Kommunen. 40 Leuchtturm-Kommunen in NRW habe man bereits und als nächstes Bundesland sei RLP an der Reihe ...  mehr


Weitere Splitter aus dem Kurzvortrag (so wie ich sie verstanden habe):

- Die Begrifflichkeit Wert der Arbeit sollte durch Wert der Beschäftigung ersetzen

- Menschen brauchen eine Platzin der Gesellschaft, im Unternehmen, ... welches ihnen ein gesellschaftliches, wirtschaftliches und kulturell erfülltes Leben ermöglicht - ein gesundes 'Langes Leben' ist zu kurz gesprungen.

Unsere Lebenserwartung wird wesentlich durch die g/w/k Schichten bestimmt und der aktiven Rolle die jemand in sozialen Netzwerken einnimmt, spielt und dafür Wertschätzung erfährt.

Für die weiteren Vorträge, Foren und Diskussionen empfehle ich die ständige Rubrik Demographie im Behörden Spiegel und die Präsentationen und Vorträge die bald auf der Website des Kongresses www.best-age-conference.com eingestellt werden sollen.

Dienstag, 30. August 2011

6. Demographie Kongress: Ressource Mensch (Tag 1)


Rund 400 Teilnehmern lauschten heute den ca. 60 Referenten, Diskussionsteilnehmern (auf den Podien) und Moderatoren im Plenum und den Foren. Keine Chance darüber im Detail zu berichten. Dafür aber gibt es ja die ständige Rubrik Demographie im Behörden Spiegel und das Programm (und einen Teil) der Präsentationen und Vorträge auf der Website des Kongresses www.best-age-conference.com

Ein paar Erkenntnisse habe ich - ganz subjektiv - für mich notiert:

1. Der Wandel in der Demographie, ist ein Themenfeld, in der die Politik und die Gesellschaft erhebliches Gestaltungspotenzial hat

2. Die Bewältigung der Herausforderungen, ist nicht in erster (und auch nicht in zweiter) Line eine Frage des Geldes

3. Die "Ressource Mensch" ist reichlich vorhanden, diese zu "heben" erfordert aber manche neue Ideen, die Überprüfung und Neueinstellung von Werten und Werteeinstellungen (gesellschaftlich und persönlich)

4. Auch Arbeit / Engagement ist Leben, ist Lebenszeit

5. Die größten (unzureichend genutzten) Potenziale sind I. die 50/55plus, II. Frauen, insb. mit Kindern, III. Zugewanderte, Zuwanderungswillige und hier Ausgebildete, denen im Anschluss hier die Tore zu einem "guten" Leben geöffnet werden

Gerd Hoofe's Vorschläge zur Behebung des Arbeitskräftemangels

Fachkräftemangel: bis 2025 sinkt das Arbeitskräfteangebot durch den demographischen Wandel (wenn sich sonst nichts wandelt) um 6,7 Millionen Beschäftigte

Die Erwerbsbeteiligung älteren Mitarbeiter könnte von 56 auf 70 % steigern
= plus 1,2 Millionen (bis 2025)

Die Erwerbstätigenquote von Frauen von 69% auf 77% (wie in Dänemark) steigen
= plus 1 Millionen

Die in Deutschland lebenden Einwanderer besser integrieren und ihre Ausbildung anerkennen
(und falls nötig ergänzend qualifizieren)
= plus 0,3 Millionen

Die in Deutschland ausgebildeten Ausländer nach dem Studium / der Ausbildung fördern, an Deutschland binden
= [plus 0,7 Millionen] ?

via / mehr  demografiereise.de | behörden-spiegel.de


Ein Blick ins Forum der Veranstaltung


via Twitter:

Alfons Schröer: Gesund bis in die Rente - aber wie? Prävention ... #DKAB

Alfons Schröer, Leiter der Abt. Gesundheitsförderung BKK Bundesverband / Leiter TIK 30, 40, 50plus Älterwerden in Beschäftigung von INQA

Armin Laschet über die Notwendigkeit, weltweit für kluge Köpfe werben (Konsensgruppe Fachkräftebedarf u. Zuwanderung) #DKAB

Armin Laschet, MdL u.a. Vorsitzender der Konsensgruppe Fachkräftebedarf und Zuwanderung

Dieter Hackler: Arbeit ist Leben. Zeit kann und wird an gesellschaftlich Werten und persönlichen Werteskalen neu einzuteilen sein #DKAB

Dieter Hackler: Politische Aufgabenstellung für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Im Kern steht die Ressource Zeit und deren Nutzung #DKAB

Dieter Hackler, Leiter der Abteilung "Ältere Menschen" im BM für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Gerd Hoofe: 5. Aktivierung aller Potenziale insb. der Zugewanderter (z.B. Anerkennung v. Ausbildung) ausl. Hochschulabsolventen binden #DKAB

Gerd Hoofe: 3. Bildung für alle, von Anfang an, 4. Ausbildung + Weiterbildung und ein langes Leben lang #DKAB

Gerd Hoofe: Grösstes Potenzial die 50/55 plus, arbeiten bis 67 J. 2grösstes Potenzial Frauen mit Kindern - weit unter EU Durchschnitt #DKAB

Gerd Hoofe: Fachkräftemangel fördert Arbeitslosigkeit und verhindert Wirtschaftsleistung #DKAB neue Hebetechniken für Arbeitskraftpotenziale

Gerd Hoofe (Staatssekretär BAMS) über die Sicherung des Fachkräftebedarfs, mehr Arbeitskraft muss generieren um die Lücke zu schließen #DKAB

Gerd Hoofe, Staatssekretär im BM für Arbeit und Soziales 

6. Demographie-Kongress (Behörden Spiegel) eröffnet. Demographie ein Politikfeld mit Gestaltungsmöglichkeiten, rd. 400 Teilnehmer #DKBAhttp://www.demografiereise.de/wordpress/2011/themen/fachkraftemangel-potential-der-alteren-liegt-bei-12-millionen-zusatzlicher-mitarbeiter/#more-397

Freitag, 26. August 2011

Ausgewählte Tweets 20. - 26. August 2011

Ladies (61% of owners), older Americans aged 55+ (30), aged 45-54 (21) love eReaders. Men, younger American like tablets is.gd/Mhwf3m

Zukunftsforum 'Langes Leben 2011'. Innovative Projekte + Produkte, umsetzbare Geschäftsmodelle im demografischen Wandel is.gd/AHcUQM

Blogpost: AGOF internet facts 2011-05 und die sog. Best Ager im Internet. Was interessiert sie, Was kaufen sie? http://is.gd/2khjKc

v.d. Leyen's meint, teure Programme machen Ältere zu Gewinner. Doch am Arbeitsmarkt ist 50+ Fitness nur wenig gefragt http://is.gd/nvqqmh

Confusing Average Lifespan With Longevity by Kavan Peterson @changingaging http://is.gd/Ugoqvv

@BeckerStiftung: Altersarbeit ist noch kein Warnsignal: bit.ly/oWB6uM Keine Wende zum Schlechteren: bit.ly/o7LPTV

Clinical Trials Neglect and often Exclude the Elderly newoldage.blogs.nytimes.com http://is.gd/bOnbC8

2010 [sind] mussten rd 660 000 Menschen 65- 74 J. nebenher einer geringfügigen Beschäftigung oder einem Minijob nachgehen http://is.gd/cbvRUa

Der sozialer Aufstieg der Älteren begann in der Bronzezeit (zwischen 1900 und 1600 v. Chr.) http://is.gd/cleeb9 und endet ...

AGOF internet facts 2011-05: Die sog. Best Ager im Internet

In der Altersgruppe 50 - 59 hält sich der Anteil der Internetnutzer (WNK) und der Anteil an der (deutschsprachigen) Gesamtbevölkerung die Waage: 16 %. 72,9 % dieser Altergruppe sind Internetnutzer, 27, 1 % Nicht-Internetnutzer.

In der Altergruppe 60 Jahre und älter driften diese Werte weit auseinander. Einem Anteil von 28, 8% an der Gesamtbevölkerung steht nur ein Anteil von 13, 6 % aller Internetnutzer (WNK) gegenüber. Nur 35, 2 % dieser Altersgruppe sind Internetnutzer, 64, 8 % also Nicht-Internetnutzer (mit einem starken Überhang bei den Frauen).

Die Top-Themen nach Altersgruppen


Informationssuche im Internet: Die Top 5 Produkte nach Altersgruppen



  Im Internet gekauft: Die Top 5 Produkte nach Altersgruppen


Basis: 101.207 Fälle (Internetnutzer letzte 3 Monate) Angaben in Prozent
Quelle: AGOF e.V. / internet facts 2011-05


Alle weiteren Daten zur interfact-2011-05 (August) als Rankings, Tabellen gibt es hier

Freitag, 19. August 2011

Ausgewählte Tweets 12. - 19. August 2011

21m UKP to boost medical research and help create new treatments+ care for patients with age-related diseases. 800m UKP ... http://is.gd/2TP8Ms

@GSA hat Denis Gerstorf (HU Berlin) mit Baltes Foundation Award in Behavioral and Social Gerontology ausgezeichnet http://is.gd/rPkLLG

@ll_info: Wie unsere Mobilität der Zukunft aussieht - spannendes GND-Interview Assistenzsysteme werden immer besser http://ow.ly/66nEA

MT @ll_info: Was Sie an der Senioren-Uni erwartet http://t.co/mKIyB80 Mit 50 reif für die Senioren-Bildungsanstalt... ?

HORIZONT.net Umfrage: Mangelhaft! Werbung für Best Ager kommt (noch immer) nicht an (Link Institut, FFM, PM) http://t.co/HCg6bpI

Was die Welt vom Altern hält ... nicht unsere, die andere. Zwischen Respektvollem Umgang und Ruhigstellung http://t.co/NOsXlqq

ll_info Neue Wege in der #Demenz-Pflege: Was #Betroffene meinen http://ow.ly/65cfZ

Welche Chancen hat Quelle.de als Marktplatz für Silver Surfer? http://t.co/zGyjxhX Was für ein Stuss!

Andreas Dautermann bietet spezielle Erklärvideos für Generation 50plus. Brauch ich das? Oder, mit 63 zu alt für Dingsda? http://t.co/jth2TvN

@BeckerStiftung: Demografischer Wandel: Praxisnahe Forschung an der Universität: http://t.co/67xqWJL

Donnerstag, 18. August 2011

Umfrage: Die Werbung für Best Ager kommt (noch immer) nicht an

und gegenüber der 2009 Untersuchung hat sich das auch nichts gebessert. Im Gegenteil.

Horizont.net berichtet über die Ergebnisse einer Studie, welche das Link Institut für Markt- und Sozialforschung in Frankfurt für Horizont durchgeführt hat.

Digitale Werbung [und nicht nur diese] läßt Best Ager kalt

via / mehr auf horizont.net

Zur Umfrage aus dem Jahr 2009
Werbung, die bei 50plus nicht ankommt

Montag, 15. August 2011

Ausgewählte Tweets 6. - 11. August 2011

@SeptemberMay: The link between age and happiness http://tinyurl.com/4xemyqa #libbycopeland

Wenn Oma einkaufen geht - das Konsumverhalten der Älteren. Mythos Markentreue und Inflexibilität ... http://is.gd/Ia7r57

Rita Wilson Introduces Huff/Post 50, Website For Baby Boomers (VIDEO) http://is.gd/DW2tnl

FTD: Die grauen Gründer starten durch. Viele Ältere fühlen sich noch nicht reif für die Rente u. verselbstständigen sich http://is.gd/ue66P4

Generational Marketing based on age, age group or Ageless Marketing based on value and circumstances? Brent Green's plea.. http://is.gd/HGqthd

Ofcom UK: Which media activity consumers would miss the most: 16 - 24 years old vs 55 to 64 years http://is.gd/8c3MRe

Michael Rose - a professor of evolutionary biology - says, Reach the age of 93 and your body won't get any older ... http://is.gd/g6NQDq

Freitag, 5. August 2011

Ausgewählte Tweets 29. Juli - 5. August 2011

EU stellt zus. 4,2 Mio € für Altersforschung zur Verfügung ERA-AGE 2. Erhöhung der Gesund-Lebenszeit... http://is.gd/lwirm1

MT @ll_info: Warum und wie #altern wir? Die faszinierenden Antworten von Karl Lenhard Rudolph http://bit.ly/orIbqu

@BeckerStiftung: Altern ist reine Kopfsache: http://bit.ly/osL21X Und der Rest, kann man den austauschen ;)

SZ: Über Seniorenmagazine: Der Siegeszug der "Rentner-Bravo" u. das Dilemma von Greisenmagazine schreibt Katharina Riehl http://is.gd/JUZOC8

Margaret Heckel @ll_info besucht Seniorenprojekte mit Zukunft und schreibt über ihre Demografiereise ... aktuell Tag 23 http://is.gd/wRLwIc

ePaper: Health, ageing and public policies in European Union (62 pg., PDF) http://is.gd/eeBmqK

@altersbilder: Podcast-Tipp: 1000Antworten von SWR2 zum Thema "Alternsforschung" http://is.gd/FnmpWq #altersbilder #senioren #rente

Angemeldet? 6. Demographie-Kongress: Ressource Mensch – gesellschaftliche Potenziale im Wandel 30./31.08, dbb forum BLN http://is.gd/sS9JFE

Die Generation 50plus verfügt über 44 % des gesamten Kaufkraftvolumens in Österreich berichtet RegioData Research http://is.gd/NskSGC

ZEW: Why Training Older Employees is Less Effective by Thomas Zwick (29 pg., EN, PDF) http://is.gd/GZ4Xvt (Nachtrag)

ZEW: Unternehmen verschwenden bei Weiterbildung Älterer Geld - vernachlässigen deren Bedürfnisse und Präferenzen http://is.gd/sapAIX

Ofcom UK: Which media activity consumers would miss the most

A lot of money is spend, bei UK Government (the tax payers) to provide annually lots and lots of data about what is going on in the Communication Market UK: TV + Video, Radio + Audio, Internet, Telecom + Networks and more

Lets see what 16 - 24 years old vs 55 to 64 years old would miss the most and how this changes since 2005


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You find the 341 page Ofcom report here (free download, PDF)

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